Wir übergeben 4.000 Euro an die Tafel Niederberg
Am Mittwoch, den 29. April 2026, konnten wir eine Spende in Höhe von 4.000 Euro an die Tafel Niederberg übergeben. Die Summe stammt aus dem Spendenlauf unserer Schule, der im Herbst 2025 stattgefunden hat.
Zur Spendenübergabe besuchten wir gemeinsam mit unserem Schulleiter Herrn Ueberholz und Herrn Drees aus der Sportfachschaft, der an der Organisation des Spendenlaufs beteiligt war, die Tafel Niederberg. Das Geld stammt aus dem Spendenlauf unseres Gymnasiums, bei dem sich unsere Schülerinnen und Schüler mit großem Einsatz engagiert hatten. Die Aktion wurde von uns gemeinsam mit mehreren Lehrkräften organisiert.
Bei unserem Besuch wurden wir herzlich empfangen und erhielten einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Tafel. Neben einer Führung durch die Räumlichkeiten standen vor allem die persönlichen Geschichten der Menschen im Mittelpunkt, die auf Unterstützung angewiesen sind – Eindrücke, die uns nachhaltig bewegt haben.
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Die Tafel Niederberg versorgt wöchentlich mehr als 3.010 bedürftige Menschen mit Lebensmitteln und unterstützt diese mit rund fünf Tonnen geretteter Lebensmittel pro Woche. Insgesamt engagieren sich dort etwa 174 Ehrenamtliche. Zudem wurden bereits über 1.490 Tafelausweise ausgestellt – Tendenz steigend, wie uns die Verantwortlichen berichteten.
Wer die Angebote der Tafel nutzen möchte, benötigt eine sogenannte Tafelkarte. Diese wird nach einer Einkommensprüfung im Tafelbüro ausgestellt. Anspruch darauf haben beispielsweise Menschen mit Grundsicherungsleistungen, geringem Einkommen, kleiner Rente, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder anderen finanziellen Belastungen.
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Die Tafel Niederberg fungiert dabei als zentrale Sammelstelle für mehrere Standorte der Region, unter anderem auch für Langenberg und Velbert. Kundinnen und Kunden können dabei den Standort wählen, der für sie am besten erreichbar oder passend ist.
Besonders eindrucksvoll war für uns auch der soziale Aspekt der Arbeit: Neben der Ausgabe von Lebensmitteln bietet die Tafel regelmäßige Begegnungsmöglichkeiten an. So findet mittwochs ein offenes Treffen bei Kaffee und Gesprächen statt, an dem jede und jeder teilnehmen kann. Darüber hinaus liefern Ehrenamtliche regelmäßig Lebensmittel an ältere, kranke oder eingeschränkte Menschen aus, die selbst nicht zur Tafel kommen können.
Die Verantwortlichen berichteten uns von den sehr unterschiedlichen Lebensgeschichten der Menschen, die Unterstützung suchen: von Krankheitsschicksalen über den Verlust von Angehörigen bis hin zu Fluchterfahrungen. Dabei wurde deutlich, wie schnell Menschen in schwierige Lebenssituationen geraten können – und wie wichtig es ist, ihnen Unterstützung und Würde entgegenzubringen.
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Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Rettung von Lebensmitteln. Viele Spenden stammen von Supermärkten, die Waren abgeben, die sonst entsorgt würden – etwa weil Verpackungen beschädigt sind oder einzelne Produkte Mängel aufweisen, obwohl der Großteil noch einwandfrei nutzbar ist.
Finanziert wird die Arbeit der Tafel nicht nur durch Lebensmittelspenden, sondern auch durch Geldspenden, die unter anderem laufende Kosten wie Miete, Energie und Kraftstoff decken. Gerade steigende Energie- und Spritpreise stellen die Organisation dabei vor zusätzliche Herausforderungen.
Auch junge Menschen können sich aktiv einbringen: Die Tafel bietet Praktikumsplätze an, die bereits von Minderjährigen wahrgenommen werden können. In einem zweiwöchigen Praktikum erhalten Jugendliche Einblicke in den Alltag der Organisation, helfen beim Sortieren von Lebensmitteln, bei der Abholung von Waren und bei der Auslieferung.
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Ein besonderes Projekt sind außerdem die sogenannten „Weihnachtstüten“. Diese werden von Spenderinnen und Spendern mit altersgerechten Geschenken gefüllt und an Kinder verteilt, die sonst möglicherweise kein Weihnachtsgeschenk erhalten würden.
Für uns war der Besuch bei der Tafel nicht nur die Übergabe einer finanziellen Unterstützung, sondern vor allem eine wertvolle Erfahrung, die unseren Blick für soziale Herausforderungen in unserer Region geschärft hat.
Mathilda Lingrün, 10c
