Vertretungskonzept

Vertretungskonzept

Ziele / Grundsätze

Vertretungsunterricht ist Bestandteil des schulischen Alltags. Durch Erkrankungen, Exkursionen, Klassenfahrten, Fort- und Weiterbildungen, etc. fallen Vertretungen an und diese müssen organisiert werden. Dies verlangt ein besonderes Maß an Kooperationsbereitschaft aller Beteiligter, vor allem der Lehrkräfte. Um den Ausfall von Unterricht (d.h. Stundenausfall für Schüler/innen), der sich niemals vollständig vermeiden lässt, auf ein pädagogisch vertretbares Maß zu reduzieren, müssen Regelungen für den Vertretungsunterricht getroffen werden. Die Schule bemüht sich um eine Vermeidung von Unterrichtsausfall überall dort, wo es mit vertretbarem Aufwand möglich ist.

  • Rechtliche Grundlage §§ 10, 11 ADO
  • Vertretungsunterricht ist Unterricht und nicht die bloße Beaufsichtigung von Schülern. Die Einsicht in diesen Grundsatz sowie eine entsprechende Arbeitshaltung gilt es auf allen Seiten zu fördern.
  • Unterricht in Form von Vertretungen bietet im Rahmen der Möglichkeiten der Schule Gelegenheit zur Förderung und Einübung von Formen schülerorientierten, aktiven und selbständigen Arbeitens.
  • Das vorliegende Vertretungskonzept unterliegt der ständigen Evaluation.
Organisatorische Regelungen
  • Unvorhergesehene Abwesenheit von Lehrkräften muss am 1. Tag telefonisch bis spätestens 07:30 Uhr gemeldet sein (auch wenn der Unterricht erst später beginnt). Ergeben sich weitere Fehltage, so sind diese möglichst schnell mitzuteilen. (Der endgültige Aushang des Vertretungsplanes für den kommenden Tag sollte spätestens zum Ende der 5. Stunde erfolgen.)
  • Vorhersehbare Abwesenheit ist mittels des Dienstbefreiungsantrags (grüner Zettel) spätestens eine Woche vorher der Schulleitung zu melden.
  • Die zu vertretende Lehrkraft stellt Aufgaben, auf die die Vertretungen zurückgreifen (s.u.: Verfahren/Maßnahmen).
  • Klassenfahrtenzeiten, in denen mehrere Klassen und somit auch mehrere Lehrer*innen abwesend sind, erfordern unter Umständen eine – nur für diese Zeit gültige – Abweichung vom regulären Stundenplan, in der es auch zu Unterrichtsausfall – allerdings aufgefangen durch im Vorfeld gestellte Aufgaben – kommen kann. Über diese Zeiten wird gesondert informiert (z.B. hier auf der Homepage der Schule).
Verfahren / Maßnahmen
Sekundarstufe I
  • Unterrichtsgarantie: 1.-6. Stunde (Stundenausfall nur in begründbaren Ausnahmefällen)
  • Der Einsatz der vertretenden Lehrkraft wird im Einzelfall zwischen Klassenleitung der Klasse, Fachlehrer*in der Klasse, Fachlehrer*in der ausfallenden Stunde und allgemeiner Lehrkraft abgewogen.
  • Die Lehrkraft stellt nach Möglichkeit Aufgaben: Fax, E-Mail, Telefon / bestehende Vereinbarungen mit den Schülern für Vertretungsstunden. Die Bedingungen für die Erledigung dieser Aufgaben müssen klar sein (z.B. klare Aufgabenstellungen, Abgabe nach Fertigstellung, Fertigstellung oder Weiterbearbeitung als reguläre Hausaufgabe etc.). Die Aufgaben für die Klassen der Sekundarstufe I befinden sich in der Regel in den Klassenfächern unterhalb des schwarzen Brettes.
  • Alle Aufgaben sind im Klassenbuch zu vermerken.
Sekundarstufe II
  • Ausfallender Unterricht wird in der Regel nicht personell vertreten, sondern durch eigenverantwortliches Arbeiten ersetzt (EVA). Die Oberstufenschülerinnen und –schüler holen sich eigenverantwortlich die Aufgaben, die auf dem Rollwagen vor dem Lehrerzimmer liegen.
  • Der Kurslehrer stellt nach Möglichkeit Aufgaben: Fax, E-Mail, Telefon / durch den jeweiligen Fachlehrer hinterlegte oder/und von Fachkonferenzen vorbereitete Aufgaben / bestehende Vereinbarungen mit den Schülern für Vertretungsstunden. Die Bedingungen für die Erledigung dieser Aufgaben müssen klar sein (z.B. klare Aufgabenstellungen, Abgabe nach Fertigstellung, Fertigstellung oder Weiterbearbeitung als reguläre Hausaufgabe etc.).
  • Alle Aufgaben sind nachträglich im Kursheft zu vermerken (Kurslehrer/-in).
  • Die Schülerinnen und Schüler werden auf dem Vertretungsplan darüber informiert, ob sie während der Vertretungsstunden anwesenheitspflichtig sind. Bei Anwesenheitspflicht: Zur Erledigung der Aufgaben stehen den Schülern die jeweiligen Kursräume zur Verfügung, sofern nicht Sicherheitsgründe dem entge-genstehen (z.B. Naturwissenschaften / Fachräume). Notwendige Ersatzräume sind bei den Vertretungsplanern (Raum 00-07) zu erfragen.
  • Die in den Vertretungsstunden zum Einsatz kommenden Aufgaben sollen das selbständige Arbeiten der Kursmitglieder fördern. Sie besitzen entweder einen deutlichen Bezug zum Unterrichtszusammenhang oder sie dienen der Vorbereitung von Referaten und Facharbeiten bzw. der Vertiefung von relevanten The-men des Zentralabiturs, dazu zählt auch eine gezielte Wiederholung von Klausuraufgaben oder das Methodentraining. Auf diese Weise lernen Schüler, Vertretungsstunden konstruktiv zu nutzen, d.h. zur Weiterentwicklung ihrer fachlichen und außerfachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
  • Das Konzept funktioniert nur, wenn sich alle daran halten, die bereitzustellenden Aufgaben rechtzeitig vorliegen und wenn die Lösung der gestellten Aufgaben durch die zu vertretende Lehrkraft nach Rückkehr in die Schule z.B. mit Blick auf die sonstige Mitarbeit verlässlich eingefordert wird.