Besuch der Langenberger in Remiremont

Frankreichaustausch Teil 2
Besuch der Langenberger in Remiremont

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9, die zu Beginn des Halbjahres Schülerinnen und Schüler vom Lycée André Malraux aus Remiremont aufgenommen hatten, traten vom 16. Mai bis zum 24. Mai 2019 den Gegenbesuch an. Das Programm war bunt gemischt. Zunächst ging es zur Sommerrodelbahn „Schlitte Mountain“ in La Bresse und anschließend gab es eine Wanderung bis hinauf zum Hohneck, dem dritthöchsten Berg der Vogesen. Es blieb zum Glück trocken, aber es war doch sehr frisch und oben auf dem Gipfel lag sogar noch Schnee.


Die größte Herausforderung war sicherlich das Wochenende, das die Langenberger Schülerinnen und Schüler alleine in ihren französischen Gastfamilien verbracht haben. Lina, Feline und Lea erzählen, was sie dort so erlebt haben:

Lea

„Am Samstag waren wir im Freizeitpark „Fraispertuis“. Lucie war nicht mit dabei, da sie einen Kletterwettbewerb hatte. Deshalb sind Phoebe und ich zusammen mit Loane und ihrem Freund Maxime hingegangen. Die beiden wollten gerne etwas alleine machen. Phoebe und ich sind dann im Park auf die anderen Austauchschüler und die Franzosen getroffen. Im Freizeitpark haben wir viele Aktivitäten zusammen gemacht. Um zwölf Uhr haben wir uns alle zum Mittagessen getroffen. Gegen siebzehn Uhr sind wir wieder nach Hause gefahren. Zurück bei Loane und Lucie zu Hause haben wir zusammen mit Maxime und Loane Phase 10 gespielt. Das hat sehr viel Spaß gemacht und wir konnten viel lachen. Danach gab es Raclette zum Abendessen. Es wurde eine Menge geredet und wir konnten schon einiges verstehen. Claire, die kleine Schwester von Lucie, versucht sehr viele deutsche Wörter zu sagen, ansonsten wird eigentlich nur auf Französisch geredet. Wir haben erfahren, dass durch „Alexa“ entscheiden wird, wer den Abwasch erledigt. Das war lustig. Nach dem Abendessen wurden wir gefragt, ob wir schon mal Frösche oder Schnecken probiert haben. Da das nicht der Fall war, probieren wir jetzt am Dienstag beides.

Sonntag sind wir zum Mittagessen nach Geradmer gefahren. Wir haben in einem Fast Food Restaurant namens „Malo“ Burger gegessen. Danach sind wir um einen See spaziert. Dort haben wir einen anderen deutschen Austauschschüler von einer anderen Schule getroffen und uns kurz mit ihm unterhalten. Er hatte schon Unterricht in Frankreich und hat uns davon erzählt. Danach sind wir zum LaserGame gefahren. Dort haben wir in zwei verschiedenen Gruppen LaserGame gespielt. Anschließend sind wir wieder zurückgefahren. Da an dem Tag der Geburtstag von Lucies großem Bruder Arthur war, haben wir Kuchen gegessen und zusammen das Spiel „Quirkel“ gespielt. Dann gab es Abendessen.“

Feline & Lina

„Unseren Samstag haben wir mit ein paar anderen Austauschschülern in dem Freizeitpark „Fraispertuis“ verbracht. Kurz bevor der Freizeitpark öffnete, trafen wir uns vor dem Haupteingang. Von 10- 17 Uhr haben wir dann verschiedene Attraktionen besucht. Beispielsweise einen Freefalltower, einige Achterbahnen oder auch ein Riesenrad. Um 12 Uhr haben wir uns zum gemeinsamen Mittagessen getroffen. Der Aufenthalt war sehr schön und aufregend- schreiende Mädchen und nicht zu stoppende Jungs. Danach haben wir uns mit unseren beiden Austauschschülerinnen auf den Weg nach Hause gemacht. Gemeinsam haben wir bei Aline selbstgemachte Reibekuchen à la France gegessen. Außerdem gab es vorher einen Aperitif und einen vom Vater kreierten Bananen-Rhabarberkuchen. Im Anschluss haben wir zusammen Ligretto gespielt. Später fielen wir müde ins Bett.

Sonntag trafen wir uns um 13 Uhr in Ventron, um an einem „Marche gourmande“ teilzunehmen. Gemeinsam mit den Eltern sind wir 12 km gewandert. Alle zwei bis drei Kilometer gab es ein typisch französisches Gericht und Getränke. Angefangen mit einem Aperitif und einem Baguette mit Speck, endete die Tour mit Blaubeertarte und Kaffee. Nachdem wir eine rote Skipiste hinauf gewandert sind, gab es eine traditionelle Quiche mit Salat. Um 19 Uhr beendeten wir unsere Wanderung und wurden mit französischen Bonbons und Honig belohnt. Mit vollen Bäuchen, nasser Kleidung und platten Füßen ging es dann nach Hause.“


Nach dem Wochenende wurde gemeinsam die Schule erkundet. Zwei deutsche Schüler wurden jeweils in eine französische Klasse integriert und durften dort zwei Stunden Unterricht besuchen. Es blieb auch Zeit, um an den Reisetagebüchern zu arbeiten.
Eindrucksvoll war auch der Besuch in den Hautes Mynes du Thillot, in denen von 1560 bis 1761 Kupfer abgebaut wurde.

Straßburg zeigte sich leider nicht von seiner besten Seite. Die Autobahn war aufgrund eines schweren Unfalls gesperrt und es regnete Bindfäden. Die Schülerinnen und Schüler hielten trotzdem tapfer durch. Wann bekommt man auch sonst die wichtigsten Institutionen der Europäischen Union live zu sehen?

 


Der Rest der Woche überzeugte glücklicherweise mit strahlendem Sonnenschein und so vergingen die letzten Tage wie im Flug – mit der Besichtigung des historischen Rathauses und dem Empfang beim Bürgermeister, der Besichtigung des Stadtmuseums, einem deutsch-französischen Sportereignis, dem Besuch eines Bauernhofes und dem Abschlussabend.


Herzlichen Gruß,
Diana Ponnet