Podiumsdiskussion zur Landtagswahl am 30.03.2017

Podiumsdiskussion zur Landtagswahl am 30.03.2017

„Nun hat er auch offiziell begonnen: der Landtagswahlkampf 2017. Und die Eröffnungsrunde fand in Langenberg statt.“

Podiumsdiskussion Landtagswahl 2017So beginnt die WAZ-Velbert ihren Artikel über die Podiumsdiskussion der Landtagskandidaten des Kreises am 30.03.2017 im PZ des Gymnasiums Velbert-Langenberg. Die Diskussion fand vor allen Oberstufenschülern des Gymnasiums statt. Und bei einigen Gemeinsamkeiten der Parteivertreter blieben doch Unterschiede – vor allem in der Schulpolitik – nicht verborgen. Während sich CDU und FDP beim Thema G8/G9 für eine Wahlfreiheit der Schulen stark machten, setzten SPD und Grüne stärker auf eine individuelle Wahlmöglichkeit der Schüler während der Schullaufbahn, wobei die SPD eine sechsjährige Sekundarstufe I befürwortete. Allein die Linkspartei sprach sich für eine generelle Rückkehr zu G9 aus. Die Politiker beim Wort nehmend steht eines fest: die Schullandschaft in NRW steht nach der Wahl vor einer deutlichen Veränderung, egal wer wieviel Prozent erlangt. So wie es im Moment ist, wird es nicht bleiben.

Einiger Vorlauf
Zum wiederholten Male fand im Vorfeld einer Wahl am Gymnasium Velbert-Langenberg eine Podiumsdiskussion statt. Für eine 90-minütige Diskussion bedarf es seitens der Organisatoren einigen Vorlaufs. So auch diesmal. Bereits im Dezember wurden die Einladungen an die Parteivertreter mit Bitte um Rückmeldung bis Ende Januar versandt. Martin Strässer/CDU; Thorsten Hilgers/FDP; Volker Münchow/SPD; Ina Besche-Krastl/Die Grünen; Götz Lange/Die Linken sagten dankenswerter Weise umgehend zu.

Bemerkenswert: Drei der Kandidaten, namentlich Herr Hilgers, Herr Lange und Herr Münchow, waren selbst Schüler des Gymnasiums Velbert-Langenberg.

Die Sozialwissenschaftskurse fragten noch im alten Jahr das Themeninteresse der Mitschüler ab und von Januar an traf sich dann nahezu wöchentlich in der ersten Pause ein kleiner Kreis aus Oberstufen- SV- und interessierten Sozialwissenschaftsschülern (aus der EF: Ajla, Mick, Theo und Matthias; aus der Q1: Anne-Katrin und Julian; aus der Q2: Jule, Patrick, Moritz; sowie Herr Engel und Herr Meine). Dort trieben sie die konkrete Vorbereitung voran. In diesem Kreis wurden z.B. die Rückläufe aus den SW-kursen ausgewertet, die Struktur der Podiumsdiskussion mit ihren drei Blöcken (Schulpolitik, innere Sicherheit und allgemeine Schülerfragen) entworfen, inhaltlich diskutiert und an möglichen Fragen der Moderatoren gefeilt.

Podiumsdiskussion Landtagswahl 2017Die Moderatoren Jule Jaich und Patrick Ebel trafen sich mit den Lehrern noch zusätzlich und simulierten im Rollenspiel ihre Moderatorenrolle. Souverän führten beide durch die Diskussion und ließen es sich mitunter auch nicht nehmen, Aussagen von Politikern zurechtzurücken. Die 90 Minuten erschienen den allermeisten Schülern viel zu kurz. Nach Ende der Diskussion ließen es sich Politiker und Schüler nicht nehmen, noch in Einzelgesprächen einiges zu diskutieren, was im Plenum zu kurz gekommen war. Die letzten Gesprächskreise lösten sich erst ca. 70 Minuten nach dem offiziellen Ende der Podiumsdiskussion auf. So macht Politik Spaß. Und wer weiß – vielleicht kommen die Landtagskandidaten 2032 aus dem Kreise der Langenberger Oberstufenschüler von 2017?

(Die Diskutanten von links nach rechts: Götz Lange/Die Linken; Martin Strässer/CDU; die Moderatoren Patrick Ebel und Jule Jaich; Volker Münchow/SPD; Thorsten Hilgers/FDP; Ina Besche-Krastl/Die Grünen)